Jean-Paul Meyer, Nachruf auf Vorstandsmitglied des Trinationalen Eurodistricts

Jean-Paul Meyer, Nachruf auf Vorstandsmitglied des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB)

Der Vorstand des Trinationalen Eurodistricts Basel, unter Vorsitz von Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach (DE), hat die Nachricht vom Tod von Jean-Paul Meyer, Bürgermeister der elsässischen Gemeinde Blotzheim (FR), Vizepräsident des Gemeindeverbands Saint-Louis Agglomération und TEB-Vorstandsmitglied, am 15. April mit grosser Bestürzung und tiefer Trauer aufgenommen.

Jean-Paul Meyer spielte als langjähriger Bürgermeister von Blotzheim (Département Haut-Rhin) eine aktive Rolle im Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB).  Er vertrat er über Jahre hinweg die Interessen der Gemeinde Blotzheim sowie die der französischen Mitgliedsgemeinden als einer der neun französischen Vertreter im 27-köpfigen Vorstand.

Durch seine Position als Vizepräsident der Saint-Louis Agglomération (dem Gemeindeverband, dem Blotzheim angehört) wirkte Meyer an übergeordneten Entscheidungen mit, die den Eurodistrict betreffen. Er fungierte dabei oft als Bindeglied zwischen der lokalen Ebene und sein Wirken steht nachhaltig im Kontext der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Er gilt als Verfechter eines pragmatischen Elsässer Selbstbewusstseins innerhalb des Eurodistricts. Sein Fokus lag weniger auf rein symbolischer Politik, sondern auf messbaren Vorteilen für die Bürger – wie etwa durch Steuereinnahmen aus trinationalen Projekten, die wiederum in die lokale Infrastruktur (Schulen, Kulturzentren) investiert werden konnten. Er trieb die Integration von Blotzheim in die trinationale Wirtschaftsregion voran und positionierte die Gemeinde als attraktiven Standort für Grenzgänger und Firmen aus der gesamten Agglomeration Basel. Er achtete darauf, dass trotz der starken wirtschaftlichen Verflechtung die Lebensqualität im Sundgau erhalten bleibt.

Sein Vermächtnis in der trinationalen Zusammenarbeit

In Kooperation mit dem TEB setzte sich Jean-Paul Meyer für eine bessere Anbindung der Randgemeinden an das Basler Zentrum ein. Sein Fokus lag auf der Entlastung des Durchgangsverkehrs sowie dem Ausbau des grenzüberschreitenden ÖV und Radwegenetzes. So engagierte er sich dafür, dass trinationale Grossprojekte – wie die Verlängerung der Tram 3 – auch Umlandgemeinden wie Blotzheim zugutekommen, um die Vernetzung der gesamten Region nachhaltig zu stärken. Jean-Paul Meyer unterstützte zudem engagiert die Idee des ‚IBA Parc des Carrières‘. Indem die ehemaligen Kiesgruben zwischen Saint-Louis, Blotzheim, Hégenheim und Allschwil renaturiert und als grenzüberschreitender Landschaftspark vernetzt werden, soll die Lebensqualität in der Grenzregion nachhaltig gesteigert werden.

Er galt als Befürworter über Staatsgrenzen hinweg gemeinsam zu planen, anstatt jede Gemeinde für sich allein agieren zu lassen. Sein Ziel war es stets, Blotzheim nicht als isoliertes Dorf, sondern als integralen Teil der trinationalen Metropolregion Basel zu positionieren. Er war einer der erfahrensten Kommunalpolitiker des Sundgaus und wichtiger Brückenbauer im Dreiländereck.

Der Tod von Herrn Meyer ist ein großer Verlust für die trinationale Region.
Er wird uns als Mensch, Demokrat und Europäer sehr fehlen.

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