Gesundheitskorridor im deutsch-französischen Grenzraum
Der TEB ist aktiver Teil der konstituierten Arbeitsgruppe „Gesundheitskorridor im deutsch-französischen Grenzraum“.
- Das Ziel: Konkrete Hürden abbauen, damit die Menschen in der Grenzregion unkompliziert und ohne bürokratischen Spießrutenlauf die Gesundheitsversorgung im Nachbarland nutzen können.
- Wer sitzt am Tisch? Neben dem TEB sind Partner wie das trinationale Kompetenzzentrum TRISAN, die regionale Gesundheitsbehörde ARS Grand Est, Krankenkassen sowie Vertreter aus Politik und Medizin von beiden Seiten des Rheins dabei.
- Die Herausforderung: Obwohl wir im Alltag die europäische Freizügigkeit leben, prallen bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten im Nachbarland oft noch völlig unterschiedliche nationale Gesundheitssysteme aufeinander. Die Arbeitsgruppe sucht hier nach pragmatischen Lösungen.
Ziele und Kernprojekte der Arbeitsgruppe
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Lokaler Fokus & Patientenaustausch: Das Hauptziel ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ganz pragmatisch auf lokaler Ebene zu starten – konkret zwischen der Saint-Louis Agglomération (SLA) und dem Klinikum Lörrach.
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Konkrete Untersuchungen im Fokus: Es wird parallel an Lösungen gearbeitet, um elsässischen Patienten den Zugang zu MRT-Untersuchungen und Koloskopien in Lörrach zu ermöglichen. Die parallele Bearbeitung dient als Absicherung, falls ein Bereich blockiert ist.
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Kostenübernahme klären: Die Arbeitsgruppe arbeitet intensiv mit deutschen und französischen Krankenkassen (wie der CPAM Bas-Rhin, AOK, KKA) zusammen, um die direkte Abrechnung und Kostenerstattung zu regeln, damit Patienten nicht in Vorleistung treten müssen.
Strategische Schritte & Methoden
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Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen: Der TEB plant, bewährte Modelle anderer Grenzregionen zu studieren. Konkret sollen die Erfahrungen des Eurodistricts Saar-Moselle (z. B. das Mosar-Abkommen) und des Eurodistricts PAMINA genutzt werden, um Tarif- und Erstattungsfragen zu lösen.
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Methodischer Leitfaden: Die Expertinnen und Experten von TRISAN wurden beauftragt, ein Dokument mit den Prioritäten und den exakten methodischen Schritten für das Kooperationsprojekt zu erstellen.
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Fördermittel prüfen: Es wird aktuell geprüft, ob für dieses Vorhaben Unterstützung über die EU-Initiative b-solutions eingeholt werden kann.
Vernetzung und überregionale Synergien
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Aachener Vertrag („Gesundheitskorridor“): Gesundheit spielt eine zentrale Rolle im Arbeitsprogramm 2026 des Deutsch-Französischen Ausschusses für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (AGZ). Der TEB ist direkt in der dortigen Arbeitsgruppe „Gesundheitskorridor“ vertreten.
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Bestehende Abkommen als Vorbild: Neben neuen Projekten stützt sich die Region auf bereits funktionierende Partnerschaften, wie das unterzeichnete Abkommen zur medizinischen Notfallhilfe (AMU) zwischen der ARS Grand-Est und Basel-Stadt sowie Kooperationen im Bereich Epilepsie (Strasbourg-Kork).