Dr. Frédéric Duvinage als Peer-Experte beim Interreg-Europe-Peer-Review in Frankfurt (Oder) und Słubice
Am 16. und 17. Juni 2026 nahm der Geschäftsführer des TEB, Frédéric Duvinage, als Peer-Experte an einem Peer Review der Policy Learning Platform des Programms Interreg Europe teil. Gastgeber der Veranstaltung waren die Stadt Frankfurt (Oder) und die benachbarte polnische Gemeinde Słubice. Im Mittelpunkt standen Struktur, Finanzierung und Organisation eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) für grenzüberschreitende Mobilitätslösungen.
Ein Peer Review bringt rund um ein Gebiet, das vor einer politischen Herausforderung steht, mehrere Verantwortliche vergleichbarer Strukturen zusammen, damit deren Erfahrung in konkrete Empfehlungen einfließt. Die deutsch-polnische Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Słubice bereitet für 2026 die Gründung eines EVTZ vor, der ihre grenzüberschreitende Mobilität und Stadtentwicklung dauerhaft steuern soll; die Sicherung der Buslinie 983 bildet dabei das erste konkrete Vorhaben.
Neben Frédéric Duvinage brachten fünf weitere europäische grenzüberschreitende Strukturen ihre Sicht ein : der EVTZ Pons Danubii (Slowakei-Ungarn), der EVTZ Tirol-Südtirol-Trentino (Österreich-Italien), die Euregio Maas-Rhein / Aachener Verkehrsverbund (Deutschland-Niederlande-Belgien), der EVTZ Kvarken (Finnland-Schweden) und der EVTZ Future Paths (Slowenien-Kroatien). Begleitet wurden die Arbeiten unter anderem vom Europäischen Ausschuss der Regionen sowie von der Europäischen Kommission (GD REGIO) und dem Programm Interact.
Als einzige Nicht-EVTZ-Struktur des Panels (der TEB ist als Verein nach französischem Lokalrecht organisiert) brachte Frédéric Duvinage die Basler Erfahrung in die beiden Arbeitssitzungen zu Governance und Finanzierung ein. Vorgestellt wurden insbesondere die grenzüberschreitende Buslinie FREUND (Linie 220), seit 2024 die erste Direktverbindung zwischen Deutschland und dem EuroAirport, sowie die Rolle des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (AGZ) im Rahmen des Aachener Vertrags. Seine zentrale Botschaft : Die Rechtsform ist ein Mittel, kein Selbstzweck, und die dauerhafte Finanzierung des Betriebs, über die von EU-Mitteln häufig getragene Anlaufphase hinaus, bleibt der wunde Punkt jedes grenzüberschreitenden Mobilitätsprojekts.
Am Ende der beiden Tage erarbeiteten die Peers gemeinsam mit den Vertretern der gastgebenden Stadt eine Reihe umsetzbarer Empfehlungen. Die Teilnahme unterstreicht die Anerkennung der grenzüberschreitenden Expertise des TEB und seine Verankerung in den europäischen Netzwerken.